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Bildungsfreistellung in Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeber

Jeder Arbeitnehmer hat das Recht, für Bildung von seinem Arbeitgeber freigestellt zu werden. Wichtig ist, dass die gewählte Maßnahme als Bildungsurlaub anerkannt ist und zu der Tätigkeit des Arbeitnehmers passt. Jeder Arbeitnehmer – unabhängig vom Lebensalter – hat das Recht auf eine Bildungsfreistellung. In der Regel wird die Freistellung beim Arbeitgeber beantragt. Der Arbeitgeber sollte so früh wie möglich, mindestens aber sechs Wochen vor Beginn der geplanten Bildungsmaßnahme informiert werden. Zur Bildungsfreistellung werden jedoch nur Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen anerkannt, die als solche zugelassen sind. Der Arbeitnehmer legt dem Arbeitgeber die Anmeldung zur Bildungsveranstaltung sowie den Anerkennungsbescheid der zuständigen Behörde vor.

Der Antrag auf Bildungsfreistellung muss rechtzeitig beim Arbeitgeber eingereicht werden.

Der Antrag auf Bildungsfreistellung muss rechtzeitig beim Arbeitgeber eingereicht werden.

In der Regel wird eine Bildungsfreistellung beantragt, wenn die Weiterbildung nicht am Arbeitsplatz selbst stattfindet. Daher muss der Arbeitnehmer für den Zeitraum der Bildungsmaßnahme von seiner Arbeit freigestellt werden.

Die Kosten der Weiterbildung mit Bildungsfreistellung

Der Anspruch auf eine berufliche Bildungsfreistellung ist in den jeweiligen Bildungsurlaubsgesetzen festgelegt. Bei Teilzeitbeschäftigten reduziert sich dieser Anspruch entsprechend. Die Gesetze zur Bildungsfreistellung variieren von Bundesland zu Bundesland. Auch die Anerkennung der Bildungsmaßnahmen schwankt. In der Regel teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Kosten der Bildungsfreistellung. Der Arbeitnehmer zahlt die Weiterbildungskosten, der Arbeitgeber zahlt auch in der Zeit der Bildungsfreistellung weiterhin das Gehalt des Arbeitnehmers.

Darüber hinaus kann der Arbeitnehmer eine finanzielle Förderung zur Bildungsfreistellung beantragen. Die Vorgaben hierfür sind allerdings in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich. Manche Bundesländer vergeben sogenannte Bildungs- oder Qualifizierungschecks wie den Bildungsgutschein.

Die sogenannte Bildungsprämie kann ebenfalls eine Option sein. Sie wird an Arbeitnehmer ab dem 25. Lebensjahr vergeben. Der Arbeitnehmer muss durchschnittlich mindestens 15 Stunden pro Woche arbeiten. Auch Selbstständige sowie Mütter im Mutterschutz oder in der Elternzeit haben die Möglichkeit, einen Prämiengutschein zu bekommen. Das zu versteuernde Einkommen darf maximal 20.000 Euro betragen. Darüber hinaus darf die geplante Weiterbildungsmaßnahme nicht mehr als 1.000 Euro kosten. Lediglich die reinen Veranstaltungskosten werden eingerechnet. Zusatzkosten wie Verpflegung oder Übernachtung werden nicht übernommen. Zudem darf in diesem oder im letzten Jahr noch kein Prämiengutschein in Anspruch genommen worden sein.

Es lohnt sich für die Teilnehmer, zu prüfen inwieweit sie finanzielle Unterstützung mittels Bildungsgutschein oder Bildungsprämie erhalten können.

Es lohnt sich für die Teilnehmer, zu prüfen inwieweit sie finanzielle Unterstützung mittels Bildungsgutscheinen oder Bildungsprämie erhalten können.

Sind diese Anforderungen gegeben, ist es möglich, dass 50 Prozent der Kosten der Bildungsfreistellung übernommen werden. Wenn der Prämiengutschein beim Bildungsträger gemeinsam mit der Anmeldung eingereicht wurde, erhält der Teilnehmer eine entsprechend reduzierte Rechnung für seine Weiterbildungsmaßnahme im Rahmen der Bildungsfreistellung.

Man lernt nie aus – neues Fachwissen durch Bildungsfreistellung

Eine Bildungsfreistellung unterstützt das lebenslange Lernen. Heutzutage ist die persönliche Weiterentwicklung und die berufliche Fortbildung selten mit Abschluss der Ausbildung oder des Studiums beendet. In immer mehr Berufen wird es von den Arbeitnehmern erwartet, sich stetig fortzubilden. Eine Bildungsfreistellung ist eine ideale Möglichkeit, neues Wissen zu erwerben oder Fachwissen aufzufrischen und zu vertiefen. Die neuen Erfahrungen und Kompetenzen können anschließend direkt am Arbeitsplatz umgesetzt werden. Auch für Arbeitgeber sind gut qualifizierte Mitarbeiter von hohem Wert. Daher wird der Wunsch auf Bildungsfreistellung – unabhängig vom Rechtsanspruch – von Unternehmen oft unterstützt.

Darüber hinaus werden Themen wie Coaching, Stress- und Zeitmanagement meist nicht in der Ausbildung behandelt, sind aber im späteren Berufsleben sehr relevant. Ebenso eignet sich eine Bildungsfreistellung für Seminare zur Bildung von sozialen Kompetenzen, den sogenannten Soft Skills. Auch für Weiterbildungsmaßnahmen in den Bereichen der politischen Bildung oder der Umweltbildung kann eine Bildungsfreistellung beim Arbeitgeber beantragt werden.